Lautenworkshop

 

A chest of Lutes

 

6 bis 12 TeilnehmerInnen

Das Frontispiz von John Dowlands »Lacrime«-bergender Liedersammlung The Second Booke of Songs ziert ein musikalisches Rätsel. Diesen kurzen Kanon à 3 unterlegen die Worte: »Praise GOD vpon the Lute and Violl.« – leicht abweichend vom ursprünglichen Psalm, wo von Psaltern und Harfen die Rede ist. Tatsächlich verkörpert dieser Spruch die dreifaltige Beziehung zwischen Stimme, Gambe und Laute im elisabethanischen Musikleben: Dowlands Drucke bedingen durch ihr typographisches Format lediglich einen kreisrunden Tisch für die aufführende Gesellschaft. Deren individuellen Mitgliedern bleibt letztlich freigestellt, ob sie singend, streichend oder zupfend teilnehmen wollen. Als Lautenisten pflegen wir unsere Consort-Tauglichkeit auf ausgewiesenes Repertoire mit Tabulatur-Partie beschränkt zu sehen.  Selbst das berühmte Lachrimae, or Seaven Teares, jeweils auf einer Säule des Lautenrepertoires sowie des Lute-Song fußend, ist somit allmählich zur Domäne des Chest of Viols, des Gambenconsorts geworden, in dem nur einem einsamen, hoffnungslos übertönten und überforderten Zupfer ein Plätzchen zugestanden bleibt. Dabei heißt es auf dem Deckblatt doch: »[…] set forth for the Lute, Viols, or Violons, in five parts.«
 
Den Teilnehmern dieses Kurses möchten wir also einen Platz im »Chest of Lutes« anbieten. Tabulaturen zu Auszügen aus besagten Seaven Teares und den Liederbüchern werden bereitgestellt. Notenlesen oder mehrstimmiges Spiel ist also nicht zwingend erforderlich und somit bleibt selbst Neulingen das Consortspiel nicht verwehrt! 

Leitung: Lukas Henning

 

Termin:

   - Freitag, den 14.06, 18.00 bis 20.00 Uhr (Kantoreiheim, Königstraße 5)

   - Samstag, den 15.06., 10.00 bis 13.00 und 14.00 bis 18.00 Uhr, (Kantoreiheim)

   - Sonntag, den 16.06., 10.00 bis 12.00 Uhr, (Kantoreiheim)

   - Anschließend Teilnehmerkonzert Hafenschuppen C

 

Gebühren:

Aktive Teilnahme 135/ 108ermäßigt für (SchülerInnen, StudentInnen, Auszubildende, RentnerInnen, weitere Ermäßigungen auf Antrag möglich)

 

ZUR ANMELDUNG

 

 

Lukas Henning hat Laute, Theorbe und Historische Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basiliensis bei Prof. Hopkinson Smith studiert und dort im Jahr 2016 seinen Abschluss gemacht.

Seine Konzerttätigkeit führte ihn durch ganz Europa, u. A. im Rahmen der Festivals Oude Muziek Utrecht und Musica Antiqua Brügge. In Nürnberg wirkte er unter der Leitung von Pia Praetorius an einer CD-Einspielung der Chorbücher St. Egidiens mit, die in Zusammenarbeit mit dem Germanischen Nationalmuseum und dem Bayerischen Rundfunk auf dem Label Spektral erschienen ist.

Das erste Soloalbum, der Renaissancelauten-Musik von Marco dall’Aquila gewidmet, erscheint im Juni 2019 bei glossa.

Seit 2017 kuriert Lukas Henning me:mo, eine Reihe von Videobeiträgen zu Kunst- und Musikgeschichte: www.musicamemo.com

Für Sie erreichbar. Mo - Do von 11-16 Uhr, Fr von 11-14 Uhr: Tel.: (0451) 7 13 31

Anmeldung

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