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Ensemblespiel heißt gemeinsames Musizieren

Ensemblespiel heißt gemeinsames Musizieren

Die Flautinis, Lütte Hanse Orchester, „The Pick-ups“, Saxophon- oder Blockflöten-Ensemble, Groove Bobs, BigBand.

Musikalische Früherziehung

Musikalische Früherziehung

Musikerziehung hat positive Auswirkungen auf die Entwicklung von Intelligenz, Kreativität und Sprache.

Anmeldung & Gebühren

Anmeldung & Gebühren

Ganz gleich, ob es sich um ein improvisiertes oder notiertes Stück Musik handelt, es geht stets darum, neben der technischen Beherrschung eine interpretatorische Idee des Spielenden auszudrücken.

Wir machen die Musik!

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Ausgewählte Projekte an der Musikschule

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Gitarrenklassen

 

GitarrenklasseKonzept

Ca. 25 Kinder der 3. und 4. Klassen eines Jahrgangs musizieren nach einer Grundausbildungsphase in der 2. Hälfte der 2. Klasse gemeinsam als Klasse mit Gitarren, lernen dabei grundlegende Spieltechniken des Instrumentes kennen, erhalten einen Einstieg in das Spielen nach Noten und kennen nach Abschluss des Projektes die grundlegenden musikalischen Gestaltungsmittel Dynamik, Agogik, Artikulation, Phrasierung und Register. Es wird ohne instrumentale Vorkenntnisse nach einer Phase des Kennenlernens der drei Instrumentengruppen direkt mit dem Instrumentalspiel begonnen. Von Anfang an dabei ist eine klangvolle Solostimme, die im Zusammenspiel den Eindruck vermittelt, schon wirklich zu musizieren und es erst ermöglicht, auch komplexere musikalische Inhalte darzustellen. Zwei Lehrkräfte sind abwechselnd mit der Gesamtleitung und der individuellen Förderung beschäftigt und eine dritte Kraft wird zur Korrepetition benötigt.


Ziele

Das direkte emotionale Erleben steht im Vordergrund, wodurch die Bereitschaft zum Üben gestärkt und eine langfristige Beschäftigung mit dem Instrument und der Musik im Allgemeinen gefördert wird. Nach Abschluss des Projektes sind Grundlagen vorhanden, die den anschließenden Einzel- bzw. Kleingruppenunterricht in der Musikschule vorbereiten und viele Unterrichtsinhalte dafür bereits implementieren. Dazu gehören Kenntnisse der Notation (Noten- und Pausenwerte, dynamische Angaben, Artikulationen) ebenso wie rhythmische Sicherheit und die Fähigkeit zum Zusammenspiel. Ein schnellerer Fortschritt im Instrumentalunterricht ist damit programmiert. Ebenfalls im Fokus stehen allgemeine Lernziele wie verbesserte soziale Interaktion, Disziplin und die Verbesserung kognitiver Fähigkeiten. Der stark integrative Charakter des instrumentalen Zusammenspiels wird genutzt, um in einer immer stärker diversifizierten Gesellschaft mit verschiedensten kulturellen Einflüssen für Integration und Gemeinschaftsgefühl zu sorgen. Darüber hinaus werden auch Kinder angesprochen, die aus verschiedenen Gründen bisher den Zugang zur Musik noch nicht gefunden haben. Es wird in Zukunft immer notwendiger, keine Talente brach liegen zu lassen, sowohl im Interesse des Einzelnen als auch dem Erhalt und der Zukunftssicherung einer lebendigen, breiten und reichhaltigen Musikkultur.


Methoden der Umsetzung

Alle Kinder musizieren von Anfang an gemeinsam – eine große Chance, aber auch eine große pädagogische Herausforderung. Es wird das Spiel der leeren Saiten mit Wechselschlag (Zeigefinger/Mittelfinger) sowie mit Daumenanschlag erlernt und es werden bestimmte perkussive Techniken, für die die Gitarre besonders geeignet ist, eingeführt. Auch bestimmte Akkordtechniken in vereinfachter Griffweise können den Gesamtklang sinnvoll bereichern. In dieser Phase wird auch das Spiel nach Noten eingeführt, die sich im Einzelunterricht in dieser Phase häufig ergebende klangliche Durststrecke wird durch das Zusammenspiel vermieden. Es soll versucht werden, methodisch offensiv eine Ergänzung zum klassischen Anfangsunterricht zu finden. Dabei ist größten Wert auf solide Vermittlung bestimmter Grundlagen wie einer physiologisch und funktional korrekten Haltung des Instrumentes und der bewussten, möglichst klangschönen Ausführung der Anschlagsbewegungen zu legen, um spätere Schwierigkeiten zu vermeiden. Am Gelingen einer soliden Basistechnik wird sich die Methode messen lassen müssen. Hier wird im Falle eines Misserfolges am ehesten Kritik laut werden. Dazu ist ein genaues Feedback-System nötig, das den Lehrkräften ständig einen Überblick über den Stand jedes Einzelnen erlaubt und die Notwendigkeit individueller Förderung aufzeigt. Dies ist sicherlich eine pädagogische Herausforderung, denn ein musikalischer "flow" als Grundlage für konzentriertes Arbeiten stellt sich am ehesten ein wenn alle spielen, weshalb ständig nach einer Balance zwischen individueller Förderung und den Bedürfnissen der Gruppe zu suchen ist. Nachdem die Töne der Leersaiten zuverlässig erlernt wurden, wird das Greifen mit der linken Hand eingeführt und schrittweise zu einer Vergrößerung des Tonumfanges übergegangen. In dieser Phase werden technische Probleme zu lösen sein, da erfahrungsgemäß viele Kinder Probleme mit der Koordination beider Hände haben, welche allerdings für ein zufrieden stellendes Legatospiel unabdingbar ist. Deshalb wird das Prinzip kleinster Lernschritte mit zunächst wenigen gegriffenen Töne gewählt, die dafür sauber auszuführen sind.

 

Instrumente

Es ist ein Alleinstellungsmerkmal, dass in dieser Gitarrenklasse die Kinder entweder auf Oktav-, Prim- oder Bassgitarren spielen. Dadurch wird ein abwechslungsreicher, interessanter Klang mit großem Tonumfang erreicht, der zusammen mit einer voll klingenden Klavier-, Keyboard- oder Gitarrensolostimme ein schönes, emotionales Klangerlebnis ermöglicht. Dies ist eine wesentliche Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit, hier sollten keine Abstriche gemacht werden. Ein eindrucksvolles emotionales Klangerlebnis ist unerlässlich für den Erfolg einer Gitarrenklasse. Es werden nur Instrumente gewählt, die in klanglicher Hinsicht überzeugen können, auf Anschaffungen im untersten Preissegment sollte bewusst verzichtet werden. Um den kurz klingenden Gitarren eine schöne klangliche Ergänzung zu bieten, ist eventuell der Einsatz eines Keyboards nützlich, da hier in den Klangeinstellungen ein Streicherregister für eine Verbesserung des Klangerlebnisses sorgen könnte. Ob zwei Bassgitarren durchsetzungsfähig genug sind, muss individuell geprüft werden, eventuell könnte eine dezente Verstärkung dabei helfen. 

 

Dozenten:
Niels Rathje, Gitarre
Christian von Seebeck, Gitarre
Heiko Siebert, Gitarre
Alexander Vergara, Gitarren

Pädagogische Betreuung:
Prof. Marno Schulze


Projektleitung:
Dr. Axel Schöttler, Lübecker Musikschule, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Kooperationspartner:
Grundschule am Koggenweg,
Baltic-Schule,
Holstentor-Gemeinschaftsschule,
Pestalozzi-Schule



Förderer:

Possehl-Stiftung Lübeck für das Instrumentarium

 

 

zur Anmeldung

 

 

Für Sie erreichbar. Mo - Do von 11-16 Uhr, Fr von 11-15 Uhr: Tel.: (0451) 7 13 31

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